Was ist Anschlussunterbringung ?

Bei der Anschlussunterbringung handelt es sich um die kommunale Unterbringung der Geflüchteten. Wie diese im Einzelfall aussieht, entscheidet die Kommune.

In der Anschlussunterbringung leben Menschen die im Asylverfahren eine Anerkennung erhalten haben. Im Ergebnis des Asylverfahrens stehen 3 mögliche Schutzklassen: Asyl als politisch Verfolgter, Flüchtling nach den Genfer Konventionen, Subsidiärer Schutz wegen Krieg im Heimatland.

Ausserdem werden Menschen in die Anschlussunterbringung verlegt, wenn sie 2 Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft des Kreises gelebt haben. Die meisten waren davor bereits einige Wochen in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Anschlussunterbringung heisst im übrigen nicht unbedingt, dass es sich nicht mehr um eine Unterbringung mit mehreren Personen im Zimmer handelt. Die Unterbringung obliegt der Kommune und wird bei uns in Heddesheim aus operativen Gründen als Obdachlosenunterkunft geführt. Pro Person kalkuliert man ca. 7 qm Wohnflächenanteil. Wer Arbeit hat, zahlt die Kosten der Unterbringung selbstverständlich selbst. Ansonsten gilt: Anerkannte Geflüchtete bekommen Unterstützung vom Jobcenter. Für Geflüchtete, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, trägt der Kreis die Unterbringungskosten.

(ub)

Abschiebung nach Afghanistan

Unfassbare Nachrichten haben wir in der letzten Woche verfolgen müssen. Die Verhaftung und Abschiebung von Mostafa, einem jungen Mann, den auch einige aus unserem Kreis kennen, hat uns schockiert, traurig und wütend gemacht. Mostafa hat sich mustergültig integriert, Deutsch gelernt, eine Ausbildung gemacht und engagiert sich ehrenamtlich im Sportverein. Alle Bemühungen von Menschen aus Politik, Wirtschaft und dem Ehrenamt konnten die Abschiebung von Mostafa aus Ladenburg nach Kabul nicht verhindern.