Wer lebt bei uns ?

Heddesheim bekommt, wie alle anderen Kommunen, Geflüchtete nach einem Schlüssel zugeteilt. Wer in welche Gemeinde kommt, entscheidet der Kreis.

Das Herkunftsland und der Fluchtzeitpunkt entscheiden in der Praxis, welchen Status ein geflüchteter Mensch hier bekommt. Der Status wiederum entscheidet über die Lebensbedingungen wie z. Bsp. Arbeitserlaubnis, Wohnsitzauflage usw.

Ín Heddesheim sind überwiegend syrische Geflüchtete untergebracht, gefolgt von Afghanen und Gambiern. Vereinzelt gibt es auch Geflüchtete aus anderen Herkunftsländern. Die geflüchteten Familien aus den vermeintlich sicheren Balkanstaaten wurden mittlerweile bereits wieder abgeschoben. Die politische Lage hat sich nach 2015 stark verändert und in der Folge auch die Anerkennungsquote und die verschiedenen Regelungen für die alltäglichen Belange. Geflüchtete, die noch vor 3 Jahren ohne Probleme den Flüchtlingsstatus bekommen hätten, werden inzwischen nicht mehr anerkannt. Geflüchtete aus verschiedenen Ländern leben zusammen und werden sehr unterschiedlich behandelt. Ob man einen Deutschkurs bekommt oder eine Unterstützung um die Ausbildung zu bewältigen, hängt von der aktuellen Einschätzung der Herkunftsländer ab und von den beteiligten Interessensgruppen aus Politik und Wirtschaft. Das macht uns allen das Leben nicht gerade einfach, weil nicht immer klar erkennbar ist, welche Regelung Anwendung finden wird.

Es gibt im Übrigen nicht "den Flüchtling". Jeder bringt seine eigene Geschichte, seine Fähigkeit und ggf. Defizite mit - so wie alle anderen Menschen auch.

(ub)

Wurfzeitschrift "Recht und Wahrheit" im Faktencheck

Als wir vor einigen Tagen beisammensaßen, wurden wir auf ein Blatt mit dem Namen „Recht und Wahrheit“ aufmerksam. Schon der Titel „Recht und Wahrheit“ machte uns misstrauisch. Aus der persönlichen Erfahrung vieler von uns, betonen Menschen ihren Hang zu Dingen, bei denen sie Defizite haben, immer besonders. Sprich: Gerade Leute, die es mit der Wahrheit nicht so halten, nehmen das Wort „Wahrheit“ gerne und besonders oft in den Mund. Also war das Misstrauen geweckt, und wir sahen uns das Ganze mal an.