2 MSG am 12. April 2019 zum Thema „Heimat“

Die zweite Veranstaltung fand zum Thema „Heimat“ statt. Wieder kamen ca. 70 Teilnehmer.

Drei Gäste erzählten, ebenfalls wieder in einem moderierten Gespräch, über ihr Erleben und Fühlen was der Begriff Heimat in ihnen wachruft, und wie dieser Begriff für sie konnotiert ist.

Alle waren aufgefordert Gegenstände oder Dinge zu benennen, bzw. mitzubringen, die für sie Heimat bedeuten. Den Veranstaltungsraum hatten wir mit provokativen Sprüchen und Fragen dekoriert:

… braucht es den Begriff Heimat überhaupt noch…- gibt es Heimaten? - … Heimatlosigkeit in Zeiten der Globalisierung- …

Auch fanden wir zwei sehr passende Lieder von Eko Fresh zum Thema – diese zitierten wir musikalisch und im Text wieder als Intro.

 


Nach den Interviews bildete eine Klangcollage aus Weltmusiken vor Beginn des offenen Podiums ein kleines Rätsel für die Teilnehmer- sie sollten erraten, aus welchem Land die jeweilige Musik stammte. Die Literaturgruppe las Texte aus Philosophie, Psychologie, und Politik „Heimat“ betreffend.

 


Danach wurden die Teilnehmer gebeten in einem „brainstorming“ den Begriff Heimat zu beschreiben. Die einfache Frage „was ist für Sie Heimat“ wurde gestellt mit der Bitte um eine „ein-Wort Antwort“. Nach Öffnen des Podiums fragten wir weiter, ob der Begriff der Heimat noch Relevanz hat. Schnell kam man im Plenum zur Auffassung im Gespräch, dass Heimat gestaltet werden muss- dass es Heimat per se nicht gibt, dass Heimat in einer gemeinsamen Aktivität und Suche entsteht und das im Miteinander.

Zum Ende stand ein literarischer Text zum Thema „Religion als Zufluchtsort“ und die Frage- kann/soll/muss Religion Heimat sein. Dies zur Überleitung auf die dritte Veranstaltung im Oktober.

Abschiebung nach Afghanistan

Unfassbare Nachrichten haben wir in der letzten Woche verfolgen müssen. Die Verhaftung und Abschiebung von Mostafa, einem jungen Mann, den auch einige aus unserem Kreis kennen, hat uns schockiert, traurig und wütend gemacht. Mostafa hat sich mustergültig integriert, Deutsch gelernt, eine Ausbildung gemacht und engagiert sich ehrenamtlich im Sportverein. Alle Bemühungen von Menschen aus Politik, Wirtschaft und dem Ehrenamt konnten die Abschiebung von Mostafa aus Ladenburg nach Kabul nicht verhindern.