Fahrradwerkstatt

Helmut ist unser Facharzt für Fahrräder. Wenn eines unserer gespendeten Fahrräder ein bißchen schwächelt, einen Platten hat - oder auch 2 - dann landet es bei Helmut

und der macht es wieder verkehrstauglich. Besonders freut er sich, wenn er Kinderfahrräder abgeben darf. Inzwischen hat er Verstärkung bekommen. Unsere beiden Werner engagieren sich zusätzlich zu ihren anderen Aktivitäten im AK jetzt auch unterstützend bei den Fahrradreparaturen. Und Joachim löst unsere permanenten Lagerungsprobleme. Das ist einfach super.

Wir holen die gespendeten Fahrräder ab. Dann werden sie durchgecheckt, fotografiert und in unsere Liste eingetragen. Reparaturen, die für die Funktions- und Verkehrstüchtigkeit erforderlich sind, führen wir vor der Übergabe durch. Wir notieren, wem wir welches Fahrrad übergeben, und verlangen ein Pfand von 20 €. Das entspricht dem Kaufpreis eines guten Fahrradschlosses. Es dient einerseits als Kostenanteil, und andererseits dazu die Fahrräder zurück zu bekommen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Man glaubt übrigens kaum, wieviele Fahrräder wir schon ersetzen mussten, weil sie geklaut wurden. Bahnhof, Baggersee und die Straße sind nicht die sichersten Abstellplätze für Fahrräder jeder Alters- und Preisklasse. Inzwischen markieren wir "unsere" Räder mit einem Schriftzug.

     Mittlerweile versuchen wir, uns weg von der reinen Bereitstellung und Verteilung der Spendenräder zu bewegen. Wir möchten beim gemeinsamen Schrauben Hilfe zur Selbsthilfe geben. Dafür braucht es Zeit, Platz, Werkzeug und KnowHow - alles ist nur begrenzt verfügbar. Im Ergebnis ist aber allen geholfen da kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst erledigt werden können. 

(ub)

Abschiebung nach Afghanistan

Unfassbare Nachrichten haben wir in der letzten Woche verfolgen müssen. Die Verhaftung und Abschiebung von Mostafa, einem jungen Mann, den auch einige aus unserem Kreis kennen, hat uns schockiert, traurig und wütend gemacht. Mostafa hat sich mustergültig integriert, Deutsch gelernt, eine Ausbildung gemacht und engagiert sich ehrenamtlich im Sportverein. Alle Bemühungen von Menschen aus Politik, Wirtschaft und dem Ehrenamt konnten die Abschiebung von Mostafa aus Ladenburg nach Kabul nicht verhindern.